Messung

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Analyse des Frequenzbandes durch Messung
der Sendeleistung und der Empfangsgüte.

Vor der Installation einer funkbasierten IT-Infrastruktur bzw. einer Alarm- oder Videoüberwachungsanlage muss überprüft werden, ob die Funksignale zuverlässig übertragen werden können. Diese Messungen müssen in regelmäßigen Abständen wiederholt werden, um eine zuverlässige Funktion der Anlage zu gewährleisten. Dies kann durch einen Wartungsvertrag geregelt werden. Durch nachträgliche bauliche Veränderungen an Ihrem Gebäude oder durch neue Funksignale in Ihrer Umgebung ist es möglich, dass Ihre eigene Anlage unbemerkt nicht mehr optimal funktioniert.

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Messung mit dem Spektrumanalysator

Um einen ersten Überblick zu erhalten, ob sich störende Funksignale in der Nähe der zu installierenden Anlage befinden, wird eine Spektrumanalyse über einen zunächst großen Frequenzbereich durchgeführt. In weiteren Messungen wird das Frequenzband verkleinert, um genauere Informationen über den systemrelevanten Bereich zu erhalten.

Nachfolgende Abbildung zeigt das typische Szenario einer Spektrumanalyse in einem Wohn- bzw. Gewerbegebiet.

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Spektrumanalyse

  • A: Radio, DVB-T
  • B: Funkfernbedienungen, Wetterstationen etc.
  • C: Kommunikation einer Alarmzentrale (868,x MHz), weitere Schalt- und Steuersignale
  • D: Mobilteile einer Telefonanlage
  • E: Handy/Smartphone
  • F: UMTS
  • WLAN (weiter rechts - nicht abgebildet: WLAN war zum Zeitpunkt der Messung deaktiviert)

Das gezeigte Frequenzband reicht von ca. 0 bis 3000 MHz. Nahezu alle markierten Stationen senden permanent ein Funksignal aus (24 Stunden / 7 Tage die Woche). Eine Ausnahme stellen die Sender von B und C dar, da nur ein Impuls ausgestrahlt wird. Der Impuls von C wird nur gesendet, wenn zum Beispiel ein Alarm ausgelöst wird bzw. wenn die Alarmzentrale den Zustand der Melder abfragt.

Die Sender der Position A sind bis zu 50 KM von der Antenne des Messgerätes entfernt. Die Sender der Positionen E und F sind wenige Kilometer entfernt. Der Sender von Position B war zum Zeitpunkt der Messung ca. 25 Meter entfernt. Der Sender der Funkalarmanlage C ca. 10 Meter und D, das drahtlose Telefon, ca. 5 Meter. Durch die Einschätzung der Entfernung und der abgelesenen Sendeleistung in Dezibel (dB) kann eine enorme Sendeleistung von A, E, und F abgeleitet werden.

Mit oben beschriebener Analyse wird überprüft, ob der gewünschte Standort der Anlage (IT-Infrastruktur, Alarmanlagen, Funk-Steuerungen etc.) möglich ist. Durch die Messung wird bestimmt, wie stark die Funksignale durch das Mauerwerk und die vorgegebenen Distanzen in Ihrem Gebäude abgeschwächt werden. Kann die Anlage und dessen Komponenten laut Messung nicht an der gewünschten Position betrieben werden, so besteht evtl. die Möglichkeit, mit Verstärkern (Repeatern) die Reichweite zu erhöhen.

Die nachfolgenden Abbildungen zeigen mit verschiedenen Auflösungen des Frequenzbandes (BW) an der Position A die Kommunikation zwischen einer Alarmzentrale und einem Bewegungsmelder.

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