LOGO!Soft Comfort – Mit Funktionsblöcken LOGO! 8 programmieren – Teil 4
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LOGO!Soft Comfort: mit Funktionsblöcken programmieren (Teil 4)
Mit der Software LOGO!Soft Comfort von Siemens lassen sich Schaltprogramme z. B. für die LOGO! 8 Steuerung programmieren. In den Videos Teil 4 bis 6, werden die Funktionsblöcke vorgestellt. An Hand von Anwendungsbeispielen wird genau beschrieben wie sie funktionieren. Natürlich mit vielen Tipps und Tricks!
Kurz zusammengefasst: Teil 4 startet die dreiteilige Funktionsblock-Reihe. Gezeigt werden die Bausteine unter Digital, Netzwerk und die Grundfunktionen – also die logischen Grundverknüpfungen wie UND und ODER. Dazu wichtige Werkzeuge und Begriffe wie Blockeigenschaften, Merker, offene Klemmen und das Negieren von Ein- und Ausgängen.
Wer die Funktionsweise der Funktionsblöcke erlernen möchte, sollte die drei Videos der Reihe nach ansehen.
Es lohnt sich! – Versprochen!
Um zu verstehen wann und wie die Funktionsblöcke eingesetzt werden, sollte das Erlernte sofort in eigenen Testschaltungen ausprobiert werden. Das übt nicht nur, sondern macht auch noch richtig viel Spaß!
Digital, Netzwerk & Grundfunktionen – das steckt dahinter
In Teil 4 stehen drei Bereiche im Mittelpunkt:
- Grundfunktionen: die logischen Grundverknüpfungen – UND, ODER, NICHT sowie NAND, NOR und XOR. Mit ihnen bildest du die grundlegenden Bedingungen deiner Schaltung ab. Beispiel: Ein Ausgang schaltet nur, wenn Taster 1 und Taster 2 betätigt sind (UND).
- Digital: die digitalen Signale und Bausteine – also alles, was die Zustände 0 und 1 (Low/High) verarbeitet, etwa digitale Eingänge, Ausgänge und Merker.
- Netzwerk: die Netzwerk-Ein- und -Ausgänge, mit denen mehrere LOGO!-Geräte über Ethernet Daten austauschen. So lassen sich auch verteilte Anlagen realisieren.
Kurz erklärt: Funktionsblöcke sind die Bausteine deines Schaltprogramms. Jeder Block erfüllt eine feste Aufgabe; verbindest du mehrere Blöcke, entsteht die gewünschte Logik. Die Grundfunktionen sind dabei die einfachsten Bausteine – die komplexeren Sonderfunktionen folgen in Teil 5 und Teil 6.
Die wichtigsten Werkzeuge & Begriffe im Detail
- Blockeigenschaften: Jeder Block hat Eigenschaften – Name, Kommentar und Parameter. Hier stellst du ein, wie sich der Baustein verhält.
- Stempel-Werkzeug: Damit platzierst du schnell mehrere gleiche Blöcke, ohne sie einzeln aus dem Katalog zu ziehen.
- Cursortasten (LOGO! TDE & Webserver): Die vier Cursortasten lassen sich als Eingänge nutzen – praktisch für die Bedienung über Display oder Web-Oberfläche.
- Zustand Low/High: feste Signalpegel – Low (0) oder High (1) – die du als Konstanten in die Schaltung einbindest.
- Offene Klemme: ein sauberer Abschluss für Ausgänge, die (noch) nicht weiter verschaltet sind.
- Merker (digital & analog): interne Zwischenspeicher. Sie merken sich Signale und stellen sie an anderer Stelle im Programm wieder zur Verfügung.
- Netzwerk-Ein- & -Ausgänge: ermöglichen den Datenaustausch zwischen vernetzten LOGO!-Geräten.
- Funktionsblöcke negieren: Ein- oder Ausgänge invertieren – aus einer 1 wird eine 0 und umgekehrt. So sparst du dir oft einen zusätzlichen NICHT-Block.
Einige Themenbereiche mit vielen Tipps und Tricks
- Blockeigenschaften
- Stempel Werkzeug
- Cursortasten LOGO! TDE und Webserver
- Zustand Low/High
- Offene Klemme
- Merker digital & analog
- Netzwerk Ein- & Ausgänge
- Funktionsblöcke negieren

Typischer Fehler: die Grundfunktionen verwechseln. Eine UND-Verknüpfung schaltet erst, wenn alle Eingänge aktiv sind, eine ODER-Verknüpfung schon, wenn einer aktiv ist. Wer hier die falsche Funktion wählt, wundert sich später über unerwartetes Schaltverhalten – die Simulation deckt das schnell auf.
Von der Idee zur Schaltung: ein kleines Beispiel
Wie einfach sich mit Grundfunktionen eine sinnvolle Schaltung bauen lässt, zeigt ein Alltagsbeispiel: Eine Lampe soll nur dann leuchten, wenn es dunkel ist und zusätzlich ein Taster betätigt wird. Dafür verbindest du beide Bedingungen mit einer UND-Verknüpfung – der Ausgang (die Lampe) schaltet erst, wenn beide Eingänge aktiv sind.
Soll die Lampe dagegen über mehrere Taster an verschiedenen Stellen eingeschaltet werden können, nutzt du eine ODER-Verknüpfung: Sobald einer der Taster gedrückt wird, schaltet der Ausgang. Und mit einem negierten Eingang drehst du eine Bedingung einfach um – etwa „Lampe an, solange kein Signal anliegt“. Aus diesen wenigen Grundbausteinen entstehen bereits erstaunlich viele nützliche Schaltungen.
Übung macht den Meister
Der schnellste Weg zum Verständnis: Probiere jeden Baustein direkt in einer kleinen Testschaltung aus. Ziehe eine Grundfunktion auf die Zeichenfläche, verbinde sie mit ein paar Eingängen und einem Ausgang und beobachte in der Simulation, wie sie reagiert. So verankerst du das Gelernte viel besser, als wenn du nur zusiehst – und du entwickelst mit der Zeit ein Gefühl dafür, welcher Block für welche Aufgabe der richtige ist.
Die Videoserie im Überblick
Teil 1: LOGO!Soft Comfort die Benutzeroberfläche – Grundlagenwissen
Teil 2: Offline Einstellungen – Programmparameter werden vorgegeben
Teil 3: Online Einstellungen – LOGO! 8 Eigenschaften definieren
Teil 4: LOGO!Soft Comfort die Funktionsblöcke – Teil 1
Teil 5: LOGO!Soft Comfort die Funktionsblöcke – Teil 2
Teil 6: LOGO!Soft Comfort die Funktionsblöcke – Teil 3
Einige Highlights der LOGO! 8 Steuerung und der Programmiersoftware LOGO!Soft Comfort von Siemens:
- Netzwerk, Ethernet Anbindung
- Webserver
- LOGO! Display und LOGO TDE
- Menüführung
- Displaybeleuchtung in verschiedenen Farben auch blinkend
- Bedienung über Taster, Siemens TDE-Display und Web-Oberfläche
- Astronomische Uhr
- usw.
Die Siemens LOGO 8 Steuerung findet in privaten Haushalten, in der Industrie und bei vielen Institutionen wie z. B. der Feuerwehr, dem THW, der Polizei usw. Verwendung.
Automatisierung – Beispiele:
Lichtsteuerung, Rolladensteuerung, BMZ, Gartenbewässerung, Haussteuerung, Heizung, Wintergarten, Anlagensteuerung, Kompressor, Generator, Pumpen, Pool, Belüftung, Alarm, KNX, Zähler, …
Serie: Siemens LOGO! 8 programmieren
- ↖ Zur Übersicht: Anwendungsbeispiel – komplexe Lichtsteuerung (Garden-Control)
- ⬅ Zurück zu Teil 3: Die Online-Einstellungen
- ➡ Weiter mit Teil 5: Die Funktionsblöcke (Teil 2)
Der Aufbau und die Programmierung von elektrischen Schaltungen bergen einige Gefahren! Lies hierzu unbedingt die Seite Gefahrenhinweise & Haftungsausschluss, bevor du mit der Arbeit beginnst!
Häufige Fragen (FAQ)
Funktionsblöcke sind die Bausteine deines Schaltprogramms. Jeder Block erfüllt eine feste Aufgabe; durch das Verbinden mehrerer Blöcke entsteht die gewünschte Logik.
Die logischen Grundverknüpfungen wie UND, ODER und NICHT (sowie NAND, NOR, XOR). Mit ihnen bildest du die grundlegenden Bedingungen einer Schaltung ab.
Teil 4 behandelt die Funktionsblöcke unter Digital, Netzwerk und die Grundfunktionen – inklusive Werkzeugen wie Blockeigenschaften, Stempel-Werkzeug, Merkern und dem Negieren von Anschlüssen.
Ein Merker ist ein interner Zwischenspeicher. Er merkt sich ein Signal und stellt es an anderer Stelle im Programm wieder zur Verfügung – digital oder analog.
Sie ermöglichen den Datenaustausch zwischen mehreren, über Ethernet vernetzten LOGO!-Geräten – ideal für verteilte Anlagen.
Beim Negieren wird ein Ein- oder Ausgang invertiert: Aus einer 1 wird eine 0 und umgekehrt. Das spart oft einen zusätzlichen NICHT-Block.
Low (0) und High (1) sind feste Signalpegel, die du als Konstanten in dein Schaltprogramm einbinden kannst.
Empfehlenswert ja. Die drei Videos bauen aufeinander auf – so lernst du die Funktionsblöcke Schritt für Schritt kennen.


























