LOGO!Soft Comfort – Mit Funktionsblöcken LOGO! 8 programmieren – Teil 6
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LOGO!Soft Comfort: mit Funktionsblöcken programmieren – Teil 3 (Teil 6)
Mit der Software LOGO!Soft Comfort von Siemens lassen sich Schaltprogramme z. B. für die LOGO! 8 Steuerung programmieren. In den Videos Teil 4 bis 6, werden die Funktionsblöcke vorgestellt. An Hand von Anwendungsbeispielen wird genau beschrieben wie sie funktionieren. Inklusive parametrieren und simulieren! Natürlich mit vielen Tipps und Tricks!
Kurz zusammengefasst: Teil 6 ist der Abschluss der Funktionsblock-Reihe und dreht sich um die Analog-Funktionen der LOGO! 8: Analogverstärker, arithmetische Anweisungen, Schwellwertschalter, Komparator, Filter, Mittelwert, Maximal/Minimal, Impulsdauermodulator (PWM), Analogrampe und PI-Regler. Damit verarbeitet die LOGO! Messwerte wie Temperatur, Druck oder Helligkeit – jeweils inklusive Parametrieren und Simulieren.
Wer die Funktionsweise der Funktionsblöcke erlernen möchte, sollte die drei Videos der Reihe nach ansehen.
Es lohnt sich! – Versprochen!
Um zu verstehen wann und wie die Funktionsblöcke eingesetzt werden, sollte das Erlernte sofort in eigenen Testschaltungen ausprobiert werden. Das übt nicht nur, sondern macht auch noch richtig viel Spaß!
Analoge Signale: das steckt hinter Teil 6
Kurz erklärt: Während digitale Signale nur zwei Zustände kennen (0 oder 1, aus oder ein), können analoge Signale jeden Wert innerhalb eines Bereichs annehmen – zum Beispiel eine Temperatur, ein Druck oder eine Helligkeit. Sensoren liefern solche Werte typischerweise als 0–10 V oder 4–20 mA. Mit den Analog-Funktionsblöcken kann die LOGO! 8 diese Messwerte auswerten, umrechnen, überwachen und daraus Schaltentscheidungen ableiten.
Die Analog-Bausteine im Detail
- Analogverstärker: skaliert einen Messwert mit Verstärkung und Offset – so machst du aus einem Rohsignal einen brauchbaren, richtig skalierten Wert (z. B. Volt in Grad Celsius).
- Arithmetische Anweisungen: rechnen mit Analogwerten (Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division) – die Fehlererkennung meldet dabei ungültige Operationen wie eine Division durch Null.
- Analoger Schwellwertschalter: schaltet, sobald ein Messwert eine eingestellte Schwelle über- oder unterschreitet (z. B. Lüfter ein ab 25 °C).
- Analogkomparator: vergleicht zwei Werte bzw. prüft, ob ein Wert innerhalb eines Bereichs liegt.
- Analogfilter, Mittelwert, Maximal/Minimal: glätten schwankende Signale, bilden Durchschnitte über die Zeit und erfassen Höchst- bzw. Tiefstwerte.
- Impulsdauermodulator (PWM): wandelt einen Analogwert in ein pulsweitenmoduliertes Signal – etwa zum Dimmen oder zur getakteten Ansteuerung einer Heizung.
- Analogrampe: fährt einen Wert sanft (rampenförmig) hoch oder runter, statt hart zu springen.
- PI-Regler: ein echter Regler (Proportional-Integral), der einen Sollwert konstant hält – z. B. eine Temperatur- oder Druckregelung.
Typischer Fehler: den Messbereich/die Skalierung falsch parametrieren. Wenn Sensor-Messbereich und die Einstellungen im Analogverstärker oder Schwellwertschalter nicht zusammenpassen, liefert die LOGO! scheinbar unsinnige Werte oder schaltet zum falschen Zeitpunkt. Messbereich, Verstärkung und Offset sorgfältig aufeinander abstimmen und in der Simulation gegenprüfen.
Einige Themenbereiche mit vielen Tipps und Tricks
- Analogverstärker
- Arithmetische Anweisungen
- Fehlererkennung arithmetische Anweisung
- Analoger Schwellwertschalter
- Analogkomparator
- Analogfilter
- Mittelwert
- Maximal / Minimal
- Impulsdauermodulator
- Analogrampe
- PI-Regler usw.

Wo die Analog-Funktionen im Alltag stecken
Damit die Analog-Bausteine greifbar werden, hier ein paar typische Einsätze aus der Praxis:
- Temperaturüberwachung: Ein Temperaturfühler liefert einen Analogwert; der Schwellwertschalter schaltet daraus z. B. eine Lüftung oder Heizung.
- Heizungs- oder Temperaturregelung: Der PI-Regler hält eine Solltemperatur konstant, statt nur hart ein- und auszuschalten.
- Licht dimmen: Der Impulsdauermodulator (PWM) erzeugt aus einem Analogwert ein Dimmsignal – vom sanften Aufhellen bis zur festen Helligkeit.
- Füllstand & Druck: Analogverstärker und Komparator werten Sensorwerte aus und melden Grenzwerte – etwa „Tank fast leer“.
- Stabile Messwerte: Analogfilter und Mittelwert glätten zappelnde Sensorsignale, damit die Steuerung nicht ständig nervös schaltet.
Serie abgeschlossen – und jetzt?
Mit Teil 6 ist die Grundlagen-Serie komplett: Von der Benutzeroberfläche (Teil 1) über die Offline- und Online-Einstellungen (Teil 2 und 3) bis zu den Funktionsblöcken in Digital, Sonderfunktionen und Analog (Teil 4 bis 6) hast du jetzt das komplette Rüstzeug, um eigene Schaltprogramme für die LOGO! 8 zu erstellen.
Wie all diese Bausteine in einer echten, komplexen Steuerung zusammenspielen, siehst du im großen Anwendungsbeispiel: eine komplexe Licht- und Springbrunnensteuerung (Garden-Control) – mit Webserver, Display-Menü, astronomischer Uhr und Bewegungsmelder. Der ideale nächste Schritt, um das Gelernte in Aktion zu erleben.
Die Videoserie im Überblick
Teil 1: LOGO!Soft Comfort die Benutzeroberfläche – Grundlagenwissen
Teil 2: Offline Einstellungen – Programmparameter werden vorgegeben
Teil 3: Online Einstellungen – LOGO! 8 Eigenschaften definieren
Teil 4: LOGO!Soft Comfort die Funktionsblöcke – Teil 1
Teil 5: LOGO!Soft Comfort die Funktionsblöcke – Teil 2
Teil 6: LOGO!Soft Comfort die Funktionsblöcke – Teil 3
Einige Highlights der LOGO! 8 Steuerung und der Programmiersoftware LOGO!Soft Comfort von Siemens:
- Netzwerk, Ethernet Anbindung
- Webserver
- LOGO! Display und LOGO TDE
- Menüführung
- Displaybeleuchtung in verschiedenen Farben auch blinkend
- Bedienung über Taster, Siemens TDE-Display und Web-Oberfläche
- Astronomische Uhr
- usw.
Die Siemens LOGO 8 Steuerung findet in privaten Haushalten, in der Industrie und bei vielen Institutionen wie z. B. der Feuerwehr, dem THW, der Polizei usw. Verwendung.
Automatisierung – Beispiele:
Lichtsteuerung, Rolladensteuerung, BMZ, Gartenbewässerung, Haussteuerung, Heizung, Wintergarten, Anlagensteuerung, Kompressor, Generator, Pumpen, Pool, Belüftung, Alarm, KNX, Zähler, …
Serie: Siemens LOGO! 8 programmieren
- ↖ Zur Übersicht: Anwendungsbeispiel – komplexe Lichtsteuerung (Garden-Control)
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- ✅ Das war der letzte Teil der Grundlagen-Serie – Glückwunsch, du hast alle sechs Teile geschafft!
Der Aufbau und die Programmierung von elektrischen Schaltungen bergen einige Gefahren! Lies hierzu unbedingt die Seite Gefahrenhinweise & Haftungsausschluss, bevor du mit der Arbeit beginnst!
Häufige Fragen (FAQ)
Analoge Funktionsblöcke verarbeiten Messwerte wie Temperatur, Druck oder Helligkeit. Sie skalieren, rechnen, filtern, überwachen und regeln analoge Signale – im Gegensatz zu den nur ein/aus-Zuständen der digitalen Blöcke.
Digitale Signale kennen nur zwei Zustände (0 oder 1). Analoge Signale können jeden Wert innerhalb eines Bereichs annehmen, typischerweise als 0–10 V oder 4–20 mA von einem Sensor.
Teil 6 behandelt die Analog-Funktionen der LOGO! 8: Analogverstärker, arithmetische Anweisungen, Schwellwertschalter, Komparator, Filter, Mittelwert, Maximal/Minimal, Impulsdauermodulator, Analogrampe und PI-Regler.
Er schaltet einen Ausgang, sobald ein Messwert eine eingestellte Schwelle über- oder unterschreitet – zum Beispiel einen Lüfter ab 25 °C einschalten.
Mit ihnen rechnest du direkt mit Analogwerten (plus, minus, mal, geteilt). Die Fehlererkennung meldet dabei ungültige Operationen wie eine Division durch Null.
Ein PI-Regler (Proportional-Integral) hält einen Sollwert konstant, etwa eine Temperatur oder einen Druck, indem er die Stellgröße laufend nachführt.
Er wandelt einen Analogwert in ein pulsweitenmoduliertes Signal um – nützlich zum Dimmen von Licht oder zur getakteten Ansteuerung einer Heizung.
Damit ist die Grundlagen-Serie komplett. Als nächsten Schritt lohnt sich das große Anwendungsbeispiel „Garden-Control“, in dem alle Bausteine in einer echten Steuerung zusammenspielen.


























