Siemens LOGO! 8 mit LOGO!Soft Comfort programmieren – Die Offline Einstellungen – Teil 2
Bitte beachten Sie diese rechtlichen Informationen, die integraler Bestandteil dieses Beitrags sind.
LOGO!Soft Comfort: die Offline-Einstellungen (Teil 2)
Mit der Software LOGO!Soft Comfort von Siemens lassen sich Schaltprogramme für z. B. die LOGO! 8 Steuerung programmieren. In diesem Video wird gezeigt, wie die Offline-Einstellungen durchgeführt werden. Diese Einstellungen sind bereits Bestandteil der Programmierung. Sie dienen u.a. der Information, der Dokumentation und es werden viele notwendige Einstellungen durchgeführt.
Kurz zusammengefasst: Teil 2 zeigt dir die Offline-Einstellungen in LOGO!Soft Comfort – also alle Vorgaben, die das Schaltprogramm selbst betreffen: Name und Beschreibung, IP-Adresse, LOGO!-Hardware-Generation, Verhalten der analogen Ausgänge, Benennung der Ein- und Ausgänge, Passwortschutz, Zeichensatz und Dokumentation. Sie legen das Fundament, bevor du die eigentliche Schaltung baust.
Kurz erklärt: „Offline“ heißt: Diese Einstellungen betreffen das Schaltprogramm in der Software – unabhängig davon, ob gerade eine echte LOGO! angeschlossen ist. Die Einstellungen der realen, angeschlossenen Steuerung (die Online-Einstellungen) folgen anschließend in Teil 3.
Die wichtigsten Offline-Einstellungen im Detail
Damit die Einstellungen nicht abstrakt bleiben, hier die wichtigsten Punkte mit ihrem praktischen Nutzen:
- Name & Beschreibung des Schaltprogramms: Ein aussagekräftiger Name und ein paar Zeilen Beschreibung helfen dir (und anderen), das Programm später sofort zuzuordnen.
- IP-Adresse: Sie legt fest, unter welcher Adresse die LOGO! 8 im Netzwerk erreichbar ist – wichtig für Webserver, Übertragung und Fernzugriff.
- LOGO!-Hardware-Generation: Wähle die passende Gerätereihe (z. B. 0BA8). Nur so stimmen die verfügbaren Ein-/Ausgänge und Funktionen mit deiner realen Hardware überein.
- I/O-Verhalten der analogen Ausgänge: Hier definierst du, wie sich die analogen Ausgänge verhalten – etwa im Fehlerfall oder beim Start.
- Vergabe der I/O-Namen: Sprechende Namen für Ein- und Ausgänge (statt nur I1, Q1) machen das Programm lesbar und sind zugleich ein Stück Dokumentation.
- Passwortvergabe: Ein Passwort schützt dein Schaltprogramm vor unbefugtem Auslesen oder Verändern.
- Zeichensatz: Der passende Zeichensatz sorgt dafür, dass Texte – z. B. auf dem LOGO! TDE-Display – korrekt und mit allen Sonderzeichen dargestellt werden.
- Dokumentation: Viele dieser Angaben lassen sich direkt aus LOGO!Soft Comfort ausdrucken – die Grundlage für eine saubere Anlagendokumentation.
Apropos Dokumentation
Mit Hilfe einer guten Dokumentation sind Elektriker in der Lage, die erforderliche elektrische Schaltung, rund um die LOGO!8 Steuerung aufzubauen! Die Dokumentation kann direkt aus der Software LOGO! Soft Comfort ausgedruckt werden. Also – immer alles sofort Dokumentieren!
Einige Themenbereiche mit vielen Tipps und Tricks
- Name und Beschreibung des Schaltprogramms
- Eingabe der IP-Adresse
- Auswahl der LOGO! Hardware-Generation
- I/O-Verhalten der analogen Ausgänge
- Vergabe der I/O-Namen – Dokumentation
- Passwortvergabe
- Zeichensatz einstellen z. B. für das LOGO! TDE Display
- Weitere Möglichkeiten zur Dokumentation

Typischer Fehler: Die falsche Hardware-Generation einstellen. Passt die gewählte Gerätereihe nicht zu deiner realen LOGO!, stehen dir womöglich falsche Ein-/Ausgänge oder Funktionen zur Verfügung – und die Übertragung schlägt fehl. Prüfe die Generation deshalb gleich zu Beginn.
Warum die Offline-Einstellungen so wichtig sind
Die Offline-Einstellungen wirken auf den ersten Blick wie lästige Vorarbeit – tatsächlich entscheiden sie aber darüber, ob dein Projekt sauber läuft. Stimmt zum Beispiel die Hardware-Generation nicht, passt später schlicht die Zuordnung der Ein- und Ausgänge nicht. Fehlt eine durchdachte IP-Adresse, ist die Steuerung im Netzwerk nicht erreichbar. Und ohne sprechende Namen und Dokumentation wird schon ein mittelgroßes Programm schnell unübersichtlich.
Wer diese Grundlagen früh richtig setzt, spart sich im weiteren Verlauf viel Sucherei und Nacharbeit. Genau deshalb behandelt die Serie die Offline-Einstellungen als eigenen Teil – noch bevor der erste Funktionsblock platziert wird.
Schritt für Schritt: so gehst du die Offline-Einstellungen durch
- Neues Schaltprogramm anlegen und ihm einen aussagekräftigen Namen samt kurzer Beschreibung geben.
- Hardware-Generation passend zu deiner realen LOGO! (z. B. 0BA8) auswählen.
- IP-Adresse festlegen, unter der die Steuerung im Netzwerk erreichbar sein soll.
- Verhalten der analogen Ausgänge definieren.
- Ein- und Ausgänge benennen – das ist zugleich ein Teil der Dokumentation.
- Passwort vergeben und den passenden Zeichensatz (z. B. fürs TDE-Display) einstellen.
- Dokumentation prüfen und bei Bedarf direkt aus LOGO!Soft Comfort ausdrucken.
Offline oder Online? Der Unterschied kurz erklärt
In LOGO!Soft Comfort begegnen dir zwei Arten von Einstellungen, die leicht zu verwechseln sind. Die Offline-Einstellungen (dieser Teil) betreffen das Schaltprogramm selbst – also alles, was in der Software festgelegt wird, unabhängig von einer angeschlossenen Steuerung. Die Online-Einstellungen beziehen sich dagegen auf die reale, angeschlossene LOGO! 8: hier geht es um Uhrzeit, Betriebszustände, Diagnose und das Übertragen des Programms. Diese behandelt Teil 3.
Merke dir einfach: Offline = das Programm vorbereiten, Online = mit dem Gerät arbeiten. Beide Bereiche gehören zusammen und werden nacheinander abgearbeitet.
Häufige Stolperfallen – und wie du sie vermeidest
- Falsche Hardware-Generation: Immer zuerst die Gerätereihe prüfen – sie bestimmt die verfügbaren Ein- und Ausgänge.
- IP-Adresse doppelt vergeben: Achte darauf, dass die Adresse im Netzwerk noch frei ist, sonst gibt es Konflikte.
- Keine I/O-Namen vergeben: Ohne sprechende Namen verlierst du bei größeren Programmen schnell den Überblick.
- Dokumentation aufschieben: Wer erst „später“ dokumentiert, vergisst Details. Deshalb: sofort mitdokumentieren.
Die Videoserie im Überblick
Teil 1: LOGO!Soft Comfort die Benutzeroberfläche – Grundlagenwissen
Teil 2: Offline Einstellungen – Programmparameter werden vorgegeben
Teil 3: Online Einstellungen – LOGO! 8 Eigenschaften definieren
Teil 4: LOGO!Soft Comfort die Funktionsblöcke – Teil 1
Teil 5: LOGO!Soft Comfort die Funktionsblöcke – Teil 2
Teil 6: LOGO!Soft Comfort die Funktionsblöcke – Teil 3
Einige Highlights der LOGO! 8 Steuerung und der Programmiersoftware LOGO!Soft Comfort von Siemens:
- Netzwerk, Ethernet Anbindung
- Webserver
- LOGO! Display und LOGO TDE
- Menüführung
- Displaybeleuchtung in verschiedenen Farben auch blinkend
- Bedienung über Taster, Siemens TDE-Display und Web-Oberfläche
- Astronomische Uhr
- usw.
Die Siemens LOGO 8 Steuerung findet in privaten Haushalten, in der Industrie und bei vielen Institutionen wie z. B. der Feuerwehr, dem THW, der Polizei usw. Verwendung.
Automatisierung – Beispiele:
Lichtsteuerung, Rolladensteuerung, BMZ, Gartenbewässerung, Haussteuerung, Heizung, Wintergarten, Anlagensteuerung, Kompressor, Generator, Pumpen, Pool, Belüftung, Alarm, KNX, Zähler, …
Serie: Siemens LOGO! 8 programmieren
- ↖ Zur Übersicht: Anwendungsbeispiel – komplexe Lichtsteuerung (Garden-Control)
- ⬅ Zurück zu Teil 1: Die Benutzeroberfläche
- ➡ Weiter mit Teil 3: Die Online-Einstellungen
Der Aufbau und die Programmierung von elektrischen Schaltungen bergen einige Gefahren! Lies hierzu unbedingt die Seite Gefahrenhinweise & Haftungsausschluss, bevor du mit der Arbeit beginnst!
Häufige Fragen (FAQ)
Das sind alle Vorgaben, die das Schaltprogramm selbst betreffen – etwa Name, IP-Adresse, Hardware-Generation, I/O-Namen, Passwort und Zeichensatz. Sie werden unabhängig von einer angeschlossenen LOGO! festgelegt.
Nur mit der passenden Gerätereihe (z. B. 0BA8) stimmen die verfügbaren Ein-/Ausgänge und Funktionen mit deiner realen Hardware überein – sonst schlägt die Übertragung fehl.
Die IP-Adresse legt fest, unter welcher Adresse die LOGO! 8 im Netzwerk erreichbar ist – das ist die Basis für Webserver, Programmübertragung und Fernzugriff.
Sprechende Namen statt nur I1 oder Q1 machen das Programm lesbar und dienen gleichzeitig als Dokumentation – das erleichtert Aufbau und spätere Wartung.
Ja. Über die Passwortvergabe schützt du dein Programm vor unbefugtem Auslesen oder Verändern.
Viele Angaben lassen sich direkt aus LOGO!Soft Comfort ausdrucken. Zusammen mit sprechenden I/O-Namen entsteht so eine saubere Anlagendokumentation.
Der richtige Zeichensatz sorgt dafür, dass Texte – etwa auf dem LOGO! TDE-Display – korrekt und mit allen Sonderzeichen angezeigt werden.
Sie gehören zum Anfang der Programmierung. Wer sie früh sauber festlegt, spart sich später Korrekturen. Die Online-Einstellungen folgen anschließend in Teil 3.


























