LOGO!Soft Comfort – Mit Funktionsblöcken LOGO! 8 programmieren – Teil 5
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LOGO!Soft Comfort: mit Funktionsblöcken programmieren – Teil 2 (Teil 5)
Mit der Software LOGO!Soft Comfort von Siemens lassen sich Schaltprogramme z. B. für die LOGO! 8 Steuerung programmieren. In den Videos Teil 4 bis 6, werden die Funktionsblöcke vorgestellt. An Hand von Anwendungsbeispielen wird genau beschrieben wie sie funktionieren. Inklusive parametrieren und simulieren! Natürlich mit vielen Tipps und Tricks!
Kurz zusammengefasst: Teil 5 ist der zweite Teil der Funktionsblock-Reihe und widmet sich den Sonderfunktionen: Zeitfunktionen (Ein-/Ausschaltverzögerung, Wischrelais, Treppenlicht- und Komfortschalter, diverse Uhren), Speicher- und Schaltfunktionen (Selbsthalte-, Stromstoßrelais, Softwareschalter), Zähler, Meldetext, Zufallsgenerator – und das Schieberegister, ganz einfach erklärt. Alles inklusive Parametrieren und Simulieren.
Wer die Funktionsweise der Funktionsblöcke erlernen möchte, sollte die drei Videos der Reihe nach ansehen.
Es lohnt sich! – Versprochen!
Auf einfache Art und Weise wird in diesem Video zusätzlich die Funktion der Schieberegister erklärt!
Um zu verstehen wann und wie die Funktionsblöcke eingesetzt werden, sollte das Erlernte sofort in eigenen Testschaltungen ausprobiert werden. Das übt nicht nur, sondern macht auch noch richtig viel Spaß!
Timer, Zähler & mehr: die Sonderfunktionen in Teil 5
Kurz erklärt: Sonderfunktionen sind die „schlauen“ Bausteine der LOGO!. Während die Grundfunktionen aus Teil 4 nur logisch verknüpfen (UND, ODER …), bringen Sonderfunktionen Zeit, Zählung, Speicherung und Komfort ins Spiel. Damit werden aus einfachen Verknüpfungen richtige Steuerungen. Zur besseren Übersicht hier nach Aufgabe gruppiert:
- Zeitfunktionen: Einschaltverzögerung, Ausschaltverzögerung, Ein-/Ausschaltverzögerung, Wischrelais, Impulsausgabe, flankengetriggertes Wischrelais, Treppenlichtschalter, Komfortschalter sowie diverse Uhren. Damit schaltest du etwas verzögert, für eine bestimmte Dauer oder zu festen Zeiten.
- Speicher- & Schaltfunktionen: Selbsthalterelais, Stromstoßrelais und Softwareschalter „merken“ sich einen Zustand – z. B. Licht per kurzem Tastendruck ein- und mit dem nächsten wieder ausschalten.
- Zählen & Messen: Zähler erfassen Ereignisse oder Stückzahlen; der Zufallsgenerator sorgt für zufällige Schaltzeitpunkte (z. B. Anwesenheitssimulation).
- Anzeige & Diagnose: Meldetexte zeigen Informationen auf dem Display oder im Webserver an; die Fehlererkennung arithmetischer Anweisungen meldet Rechenfehler.
- Schieberegister: ein besonderer Baustein, der Bits Schritt für Schritt weiterschiebt – dazu gleich mehr.
Das Schieberegister – einfach erklärt
Ein Schieberegister kannst du dir wie eine Reihe von Speicherplätzen vorstellen: Mit jedem Takt wird der gespeicherte Wert um eine Position weitergeschoben. So lässt sich zum Beispiel ein Signal zeitlich versetzt weiterreichen oder eine Abfolge von Schaltzuständen nacheinander abarbeiten – ideal für Lauflichter, Sequenzsteuerungen oder gestaffelte Abläufe. Im Video wird das Schieberegister Schritt für Schritt und an einem anschaulichen Beispiel erklärt, sodass der Aha-Effekt garantiert ist.
Typischer Fehler: bei Zeitfunktionen die Zeitbasis verwechseln – also Sekunden, Minuten oder Stunden. Wer die Einheit falsch einstellt, wundert sich über eine Verzögerung, die viel zu kurz oder viel zu lang ausfällt. Immer Wert und Einheit prüfen und das Ergebnis in der Simulation gegenchecken.
Einige Themenbereiche mit vielen Tipps und Tricks
- Einschaltverzögerung
- Ausschaltverzögerung
- Ein-/Ausschaltverzögerung
- offene Klemme
- Eingang
- Wischrelais
- Impulsausgabe
- Flankengetriggertes Wischrelais
- Zufallsgenerator
- Treppenlichtschalter
- Komfortschalter
- Zähler
- Diverse Uhren
- Selbsthalterelais
- Stromstoßrelais
- Meldetext
- Softwareschalter
- Fehlererkennung arithmetische Anweisung
- Schieberegister usw.

Wo die Sonderfunktionen im Alltag stecken
Damit die vielen Bausteine greifbar werden, hier ein paar typische Einsätze aus der Praxis:
- Treppenhausbeleuchtung: Der Treppenlichtschalter schaltet das Licht per Tastendruck für eine feste Zeit ein und danach automatisch wieder aus – oft mit Vorwarnung kurz vor dem Abschalten.
- Nachlaufsteuerung (z. B. Bad-Lüfter): Eine Ausschaltverzögerung lässt den Lüfter nach dem Ausschalten des Lichts noch einige Minuten weiterlaufen.
- Licht per Taster ein/aus: Ein Stromstoßrelais macht aus einem einfachen Taster einen Ein-/Ausschalter – ideal, wenn mehrere Taster dieselbe Lampe schalten sollen.
- Anwesenheitssimulation: Der Zufallsgenerator schaltet Lampen zu wechselnden Zeiten – so wirkt ein Haus auch im Urlaub bewohnt.
- Stückzahlen & Betriebsmeldungen: Zähler erfassen Ereignisse, Meldetexte zeigen den Status auf Display oder Webserver an.
Übung macht den Meister
Gerade bei den Sonderfunktionen lohnt sich das Ausprobieren: Ziehe einen Timer oder ein Stromstoßrelais auf die Zeichenfläche, verbinde es mit einem Taster und einem Ausgang und beobachte in der Simulation, wie sich die Schaltung verhält. Verändere dann die Parameter – etwa die Verzögerungszeit – und schau, was passiert. So bekommst du ein sicheres Gefühl dafür, welcher Baustein für welche Aufgabe der richtige ist, und kannst die Funktionen später gezielt in eigenen Projekten einsetzen.
Die Videoserie im Überblick
Teil 1: LOGO!Soft Comfort die Benutzeroberfläche – Grundlagenwissen
Teil 2: Offline Einstellungen – Programmparameter werden vorgegeben
Teil 3: Online Einstellungen – LOGO! 8 Eigenschaften definieren
Teil 4: LOGO!Soft Comfort die Funktionsblöcke – Teil 1
Teil 5: LOGO!Soft Comfort die Funktionsblöcke – Teil 2
Teil 6: LOGO!Soft Comfort die Funktionsblöcke – Teil 3
Einige Highlights der LOGO! 8 Steuerung und der Programmiersoftware LOGO!Soft Comfort von Siemens:
- Netzwerk, Ethernet Anbindung
- Webserver
- LOGO! Display und LOGO TDE
- Menüführung
- Displaybeleuchtung in verschiedenen Farben auch blinkend
- Bedienung über Taster, Siemens TDE-Display und Web-Oberfläche
- Astronomische Uhr
- usw.
Die Siemens LOGO 8 Steuerung findet in privaten Haushalten, in der Industrie und bei vielen Institutionen wie z. B. der Feuerwehr, dem THW, der Polizei usw. Verwendung.
Automatisierung – Beispiele:
Lichtsteuerung, Rolladensteuerung, BMZ, Gartenbewässerung, Haussteuerung, Heizung, Wintergarten, Anlagensteuerung, Kompressor, Generator, Pumpen, Pool, Belüftung, Alarm, KNX, Zähler, …
Serie: Siemens LOGO! 8 programmieren
- ↖ Zur Übersicht: Anwendungsbeispiel – komplexe Lichtsteuerung (Garden-Control)
- ⬅ Zurück zu Teil 4: Die Funktionsblöcke (Teil 1)
- ➡ Weiter mit Teil 6: Die Funktionsblöcke (Teil 3)
Der Aufbau und die Programmierung von elektrischen Schaltungen bergen einige Gefahren! Lies hierzu unbedingt die Seite Gefahrenhinweise & Haftungsausschluss, bevor du mit der Arbeit beginnst!
Häufige Fragen (FAQ)
Sonderfunktionen sind erweiterte Bausteine, die Zeit, Zählung, Speicherung und Komfort ins Programm bringen – etwa Timer, Zähler, Relais und Uhren. Sie gehen über die reinen Grundfunktionen (UND, ODER …) hinaus.
Teil 5 behandelt die Sonderfunktionen: Zeit- und Verzögerungsfunktionen, Wisch- und Stromstoßrelais, Treppenlicht- und Komfortschalter, Zähler, Uhren, Meldetext, Zufallsgenerator und das Schieberegister – jeweils mit Parametrieren und Simulieren.
Ein Schieberegister ist eine Reihe von Speicherplätzen, deren Werte mit jedem Takt um eine Position weitergeschoben werden. Ideal für Lauflichter, Sequenz- und gestaffelte Steuerungen.
Mit einer Einschaltverzögerung schaltet ein Ausgang erst nach einer eingestellten Zeit ein, mit einer Ausschaltverzögerung bleibt er nach dem Signal noch eine Weile aktiv – nützlich z. B. für Nachlaufzeiten.
Beide speichern einen Zustand. Ein Stromstoßrelais wechselt bei jedem kurzen Impuls den Zustand (ein/aus), ein Selbsthalterelais hält den einmal gesetzten Zustand, bis es gezielt zurückgesetzt wird.
Er schaltet das Licht nach einem Tastendruck für eine festgelegte Zeit ein und danach automatisch wieder aus – oft mit Vorwarnung vor dem Abschalten.
Ein Meldetext zeigt Informationen oder Zustände auf dem LOGO!-Display oder im Webserver an – etwa Betriebsmeldungen, Messwerte oder Warnhinweise.
Empfehlenswert ja. Teil 4 erklärt die Grundfunktionen als Basis, Teil 5 baut mit den Sonderfunktionen darauf auf.


























