Siemens LOGO! 8 programmieren – Anwendungsbeispiel einer komplexen Lichtsteuerung
Bitte beachten Sie diese rechtlichen Informationen, die integraler Bestandteil dieses Beitrags sind.
Komplexe Licht- und Springbrunnensteuerung (Garden-Control) auf der Siemens LOGO! 8 programmieren
Das Video zeigt an einem komplexen Anwendungsbeispiel, wie man die Siemens LOGO! 8 Steuerung (0BA8) mit Hilfe der Software LOGO!Soft Comfort programmieren kann.
Kurz zusammengefasst: Dieses Anwendungsbeispiel zeigt an einer komplexen Licht- und Springbrunnensteuerung („Garden-Control“), wie du eine Siemens LOGO! 8 (0BA8) mit der Software LOGO!Soft Comfort programmierst – inklusive aktivem Webserver, mehrseitigem Display-Menü, astronomischer Uhr und Bewegungsmelder-Anbindung. Steigst du neu ein, arbeite dich vorher durch die sechsteilige Grundlagen-Serie (Teil 1–6). Das fertige Programm gibt es im Downloadbereich als ZIP.
Dieses Video richtet sich an fortgeschrittene Programmierer.
Es werden viele Programmfunktionen der LOGO Steuerung genutzt, die weit über die Grundlagenkenntnisse hinaus gehen.
In insgesamt 10 Abschnitten wird detailliert gezeigt, wie die Programmierung durchgeführt wird und was hierbei zu beachten ist.
Was ist die Siemens LOGO! 8 – und wofür wird sie eingesetzt?
Die Siemens LOGO! ist ein sogenanntes Logikmodul – eine kompakte Kleinsteuerung, die man auch als „Mini-SPS“ bezeichnet. Sie übernimmt Steuer- und Regelaufgaben, für die man früher aufwendige Verdrahtungen aus Relais, Zeitschaltuhren und Schützen gebraucht hätte. Statt jede Funktion fest zu verdrahten, wird das gewünschte Verhalten bei der LOGO! einfach programmiert – und lässt sich jederzeit wieder anpassen.
Die Generation LOGO! 8 (0BA8) bringt gegenüber ihren Vorgängern einen entscheidenden Vorteil mit: einen integrierten Ethernet-Anschluss und einen Webserver. Damit lässt sich die Steuerung ins Netzwerk einbinden und bequem über Computer, Tablet oder Smartphone bedienen. Über zusätzliche Erweiterungsmodule kannst du die Zahl der Ein- und Ausgänge vergrößern und so auch größere Anlagen realisieren.
Kurz erklärt: Die LOGO! 8 ist ein programmierbares Logikmodul für Automatisierungsaufgaben. Programmiert wird sie am PC mit LOGO!Soft Comfort über einen grafischen Funktionsplan (FUP) – also durch das Verbinden von Funktionsblöcken, ganz ohne klassische Programmiersprache. Das fertige Schaltprogramm überträgst du anschließend per Netzwerk oder Kabel auf die LOGO!.
Welche Hardware brauchst du? LOGO! 8, Netzteil und Zubehör
Für ein LOGO!-Projekt brauchst du neben der Software vor allem das passende Basismodul. Die LOGO! 8 gibt es in verschiedenen Varianten – mit oder ohne Display sowie für unterschiedliche Spannungen:
- Basismodul mit oder ohne Display: Die Ausführung mit Display erlaubt die Bedienung und Parametrierung direkt am Gerät. Die Variante ohne Display ist günstiger und wird per Software oder externem Display bedient.
- Spannungsvariante beachten: Je nach Modell arbeitet die LOGO! mit 230 V AC oder mit 12/24 V. Für die Kleinspannungsvarianten benötigst du ein passendes Netzteil, z. B. ein LOGO! Power.
- Erweiterungsmodule: Reichen die integrierten Ein- und Ausgänge nicht aus, erweiterst du die Anlage mit zusätzlichen Digital- oder Analogmodulen.
- TDE-Display & Netzwerk: Ein externes Textdisplay (TDE) sowie die Ethernet-Verkabelung ermöglichen komfortable Bedienung, Menüführung und den Zugriff über den Webserver.
Für die reine Programmierung und zum Üben reicht anfangs sogar die Software allein: In der Simulation von LOGO!Soft Comfort testest du komplette Schaltprogramme, ohne dass ein einziges Bauteil angeschlossen sein muss.
LOGO!Soft Comfort: die Programmiersoftware im Überblick
LOGO!Soft Comfort ist die Programmiersoftware von Siemens für die LOGO!-Steuerungen. Du erstellst dein Schaltprogramm hier komfortabel am PC: Funktionsblöcke werden per Drag & Drop auf die Arbeitsfläche gezogen und mit Verbindungslinien logisch verknüpft. Programmiert wird wahlweise im Funktionsplan (FUP) oder im Kontaktplan (KOP) – je nachdem, welche Darstellung dir mehr liegt.
Ein großer Vorteil der Software ist die integrierte Simulation: Du kannst dein Programm am Bildschirm testen, Eingänge schalten und das Verhalten beobachten, bevor überhaupt Hardware im Spiel ist. Das spart Zeit und schützt vor teuren Fehlern. Unterschieden wird außerdem zwischen den Offline-Einstellungen (sie betreffen das Schaltprogramm selbst) und den Online-Einstellungen (sie betreffen die angeschlossene, reale LOGO! 8). Genau diese beiden Bereiche werden in Teil 2 und Teil 3 der Serie ausführlich erklärt.
So läuft die Programmierung ab – vom Funktionsplan zur fertigen Steuerung
Damit du eine Vorstellung vom Gesamtablauf bekommst, hier die typischen Schritte einer LOGO!-Programmierung – jeder Schritt wird in der Serie ausführlich gezeigt:
- Benutzeroberfläche kennenlernen – Aufbau und Bedienung von LOGO!Soft Comfort (Teil 1).
- Offline-Einstellungen für das neue Schaltprogramm festlegen (Teil 2).
- Online-Einstellungen für die angeschlossene LOGO! 8 vornehmen (Teil 3).
- Funktionsblöcke platzieren, verdrahten und parametrieren – das eigentliche Schaltprogramm entsteht (Teil 4, Teil 5 und Teil 6).
- Simulieren, das Programm auf die LOGO! übertragen und im echten Betrieb testen.
Funktionsblöcke verstehen: die Bausteine deines Schaltprogramms
Das Herzstück jeder LOGO!-Programmierung sind die Funktionsblöcke. Jeder Block erfüllt eine bestimmte Aufgabe, und durch das Verbinden mehrerer Blöcke entsteht dein Schaltprogramm. Grob lassen sich die Bausteine in folgende Gruppen einteilen:
- Konnektoren: die Anschlüsse deines Programms – Eingänge (I), Ausgänge (Q), Merker (M) sowie analoge Ein- und Ausgänge. Sie bilden die Verbindung zur realen Hardware.
- Grundfunktionen (GF): die logischen Grundverknüpfungen wie UND, ODER und NICHT. Mit ihnen bildest du einfache Bedingungen ab.
- Sonderfunktionen (SF): mächtige Bausteine wie Ein-/Ausschaltverzögerung, Zeitschaltuhr, Zähler, Schwellwertschalter, astronomische Uhr oder das Schieberegister. Sie machen komplexe Steuerungen erst möglich.
In welcher Kategorie welcher Block steckt und wie du ihn richtig parametrierst, zeige ich in den Teilen 4 bis 6 an vielen kleinen, nachvollziehbaren Beispielen – von den Digital- und Grundfunktionen über Timer und Zähler bis zu den Analog-Bausteinen.
Anfänger? Kein Problem!
Wer mit der LOGO Programmierung starten will und sich gar nicht mit der Software LOGO!Soft Comfort von Siemens auskennt, sollte meine aktuelle Videoserie „Siemens LOGO! 8 programmieren“ anschauen!
Die Serie zeigt Schritt für Schritt wie mit der Software LOGO Soft Comfort von Siemens, Schaltungen für z. B. die LOGO! 8 Steuerung programmiert werden.
Im ersten Teil wird der Aufbau und die Funktionsweise der Benutzeroberfläche der Software LOGO!Soft Comfort von Siemens gezeigt.
[ zum Video ]
Bereits in den Teilen zwei und drei werden die ersten erforderlichen Einstellungen für ein neues Schaltprogramm durchgeführt. Hierbei erkläre ich ganz genau wofür jede einzelne Einstellung erforderlich ist und worauf dabei zu achten ist.
Im zweiten Teil zeige ich die Offline – Einstellungen die durchzuführen sind. Diese Einstellungen beziehen sich hauptsächlich auf das zu erstellende Schaltprogramm innerhalb der Software LOGO!Soft Comfort.
[ zum Video ]
Im dritten Teil zeige ich die erforderlichen Online – Einstellungen. Diese Einstellungen sind ebenfalls zwingend notwendig und beziehen sich auf die angeschlossene und zu programmierende Siemens LOGO! 8 Steuerung.
[ zum Video ]
In den Teilen vier bis sechs geht es richtig zur Sache!
Hier zeige ich nahezu alle Funktionsblöcke, die für die Programmierung zur Verfügung stehen. Mit Hilfe der Funktionsblöcke werden die Schaltprogramme erstellt, die auf der LOGO! 8 Steuerung ausgeführt werden sollen.
An kleinen und überschaubaren Programmbeispielen zeige ich, wie die Funktionsblöcke eingesetzt und parametriert werden müssen um ein lauffähiges Schaltprogramm zu erhalten.
Natürlich mit vielen Tipps und Tricks!
Teil 4: Siemens LOGO 8 programmieren
Gezeigt werden die Funktionsblöcke unter:
Digital, Netzwerk und die Grundfunktionen.
Teil 5: Siemens LOGO 8 programmieren
Gezeigt werden die Funktionsblöcke unter:
Timer, Zähler, Sonstige, Data-Log-Profil und UDF
Inklusive dem Schieberegister – Ganz einfach erklärt – Versprochen!
Teil 6: Siemens LOGO 8 programmieren
Gezeigt werden die Funktionsblöcke unter:
Analog
Zurück zu diesem Video: die Garden-Control
In diesem Anwendungsbeispiel wird eine Licht- und Springbrunnensteuerung mit der Bezeichnung Garden-Control programmiert. Im Downloadbereich kann das hier gezeigte Programm als ZIP-Datei heruntergeladen werden.
Highlights des Anwendungsbeispiels – Lichtsteuerung:
- Ethernet Anbindung
- Aktiver Webserver
- Displayanzeigen über mehrere Seiten – Display Menü
- Menüführung auf Deutsch
- Displaybeleuchtung in verschiedenen Farben auch blinkend
- Bedienung über Taster, Siemens TDE-Display und Web-Oberfläche
- Astronomische Uhr
- Bewegungsmelder Anbindung
- Automatische Abschaltung von Verbrauchern
- Bewegungsmelder automatisch aktivieren
- Lampenschutzschaltung
- usw.
Mit der Software (Garden-Control) können vier Verbraucher über insgesamt 6 Taster mit Hilfe der Siemens LOGO 8 Steuerung geschaltet werden. Zwei Verbraucher die sich an den Ausgängen Q1 und Q2 befinden, werden über einen Bewegungsmelder gesteuert.
Durch eine astronomische Uhr kann der Bewegungsmelder im Tag- oder Nachtbetrieb verwendet werden.
Schaltvorgänge können mit Hilfe des integrierten Webservers auf einem Computer (PC, Mac) oder einem Smartphone (handy, iphone, tablet pc, ipad) durchgeführt werden.
Um diese Funktionen nutzen zu können, muss die Siemens LOGO 8 SPS mit dem Ethernet Netzwerk verbunden werden.
Mit Hilfe eines Display-Menüs, z. B. auf einem externen TDE Display, können Schalt- und Konfigurationsaufgaben effizient durchgeführt werden.
Die Garden-Control im Detail: diese Funktionen stecken im Anwendungsbeispiel
Damit die Liste oben nicht abstrakt bleibt, hier die wichtigsten Funktionen mit ihrem praktischen Nutzen:
- Aktiver Webserver & Ethernet: Über den integrierten Webserver bedienst du die Anlage im Browser – vom PC bis zum Smartphone. Voraussetzung ist die Anbindung der LOGO! 8 an das Ethernet-Netzwerk.
- Mehrseitiges Display-Menü: Auf dem LOGO!-Display oder einem externen TDE-Display führt ein übersichtliches Menü durch Schalt- und Konfigurationsaufgaben – auf Deutsch und mit mehreren Seiten.
- Astronomische Uhr: Sie kennt Sonnenauf- und -untergang für deinen Standort. So arbeitet der Bewegungsmelder automatisch im richtigen Tag- oder Nachtbetrieb – ganz ohne manuelles Nachstellen.
- Bewegungsmelder-Anbindung mit Automatik: Zwei Verbraucher (Q1/Q2) werden bewegungsabhängig geschaltet. Der Melder lässt sich zeit- bzw. helligkeitsabhängig automatisch aktivieren.
- Automatische Abschaltung: Verbraucher schalten nach einer definierten Zeit selbstständig ab – das spart Energie und erhöht die Sicherheit.
- Lampenschutzschaltung: Sie schont die Leuchtmittel und verhindert ungünstige Schaltzustände.
- Farbige, auch blinkende Displaybeleuchtung: Sie signalisiert Betriebszustände auf einen Blick – etwa Warnungen oder aktive Sondermodi.
Die Siemens LOGO 8 Steuerung findet Verwendung in privaten Haushalten, in der Industrie und bei vielen Institutionen wie z. B. der Feuerwehr, dem THW, der Polizei usw.
Automatisierungs – Beispiele:
Lichtsteuerung, Rolladensteuerung, BMZ, Gartenbewässerung, Haussteuerung, Heizung, Wintergarten, Anlagensteuerung, Kompressor, Pool, Belüftung, Alarm, KNX, Zähler, …
Praxis-Tipps für saubere LOGO!-Programme
- Erst simulieren, dann übertragen: Teste jede Funktion in der Simulation von LOGO!Soft Comfort, bevor du das Programm auf die reale LOGO! spielst.
- Kommentare setzen: Beschrifte Blöcke, Ein- und Ausgänge. Ein gut kommentiertes Programm verstehst du auch Monate später noch – und andere ebenfalls.
- Klemmenbelegung dokumentieren: Halte fest, welcher Eingang (I) und Ausgang (Q) womit belegt ist. Das erspart dir bei der Inbetriebnahme viel Sucherei.
- Übersichtlich aufbauen: Ordne zusammengehörige Funktionen in Gruppen an und vermeide unnötig lange Verbindungslinien – das hält den Funktionsplan lesbar.
- Gerätereihe beachten: Achte darauf, dass dein Programm zur verwendeten Gerätevariante (hier 0BA8) und deren Ein-/Ausgängen passt.
- Backup anlegen: Sichere dein fertiges Schaltprogramm. So kannst du jederzeit auf einen funktionierenden Stand zurück.
Typischer Fehler: Das Programm direkt auf die LOGO! übertragen, ohne es vorher zu simulieren. In der Simulation erkennst du Logikfehler gefahrlos am Bildschirm – auf der realen Anlage können sie dagegen unerwartete Schaltvorgänge auslösen.
Vom Video zur eigenen Anwendung: so gehst du vor
Der beste Weg zu einer eigenen Steuerung führt über das Nachbauen. Lade dir das Garden-Control-Programm aus dem Downloadbereich herunter, öffne es in LOGO!Soft Comfort und sieh dir an, wie die einzelnen Funktionsblöcke zusammenspielen. In der Simulation kannst du die Schaltung gefahrlos ausprobieren und Schritt für Schritt nachvollziehen, was jeder Block bewirkt.
Hast du die Logik verstanden, veränderst du am besten zunächst kleine Details – etwa eine Verzögerungszeit oder eine Schaltbedingung – und beobachtest die Wirkung. So entwickelst du nach und nach ein Gefühl für die Programmierung und kommst schließlich zu deiner eigenen Anwendung: von der Rollladen- über die Bewässerungs- bis hin zur kompletten Haussteuerung. Wichtig ist nur, dass du strukturiert vorgehst, jede Funktion vor der Übertragung simulierst und deine Klemmenbelegung sauber dokumentierst.
Der Aufbau und die Programmierung von elektrischen Schaltungen bergen einige Gefahren! Lies hierzu unbedingt die Seite Gefahrenhinweise & Haftungsausschluss, bevor du mit der Arbeit beginnst!
Häufige Fragen (FAQ)
Die LOGO! 8 ist ein kompaktes, programmierbares Logikmodul (Kleinsteuerung/Mini-SPS) von Siemens. Sie übernimmt Steuer- und Regelaufgaben, die früher fest verdrahtet werden mussten – die Generation 0BA8 hat zusätzlich Ethernet und einen Webserver an Bord.
Das ist die Programmiersoftware von Siemens für die LOGO!-Steuerungen. Du erstellst dein Schaltprogramm am PC grafisch per Funktionsplan (FUP) oder Kontaktplan (KOP) und kannst es vor der Übertragung simulieren.
Nein. Du programmierst grafisch, indem du Funktionsblöcke verbindest – ohne klassische Programmiersprache. Grundlagen der Elektrotechnik solltest du aber mitbringen.
Das Garden-Control-Beispiel richtet sich an Fortgeschrittene. Für den Einstieg gibt es die sechsteilige Grundlagen-Serie „Siemens LOGO! 8 programmieren“ (Teil 1 bis Teil 6).
In Teil 1 wird die Benutzeroberfläche erklärt, in Teil 2 und 3 die Offline- und Online-Einstellungen, in Teil 4 bis 6 die Funktionsblöcke. Alle Teile sind in diesem Beitrag verlinkt.
Ja. Das komplette Schaltprogramm steht im Downloadbereich als ZIP-Datei bereit.
Für Licht- und Rollladensteuerungen, Gartenbewässerung, Heizung, Pool, Belüftung, Alarm und viele weitere Automatisierungsaufgaben – privat, in der Industrie und bei Institutionen.
Ja. Dank Ethernet und aktivem Webserver bedienst du die Steuerung im Browser – am PC, Mac, Tablet oder Smartphone.

























